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 Abteilung für Verhaltensbiologie Zuletzt bearbeitet am 01.04.2017

Prof. Dr. Lars Lewejohann

Freie Universität Berlin

Institute of Animal Welfare, Animal Behavior
and Laboratory Animal Science

Königsweg 67
14163 Berlin
Germany


E-mail: Ljohann@phenotyping.com
WWW: www.phenotyping.com
 

Head of Unit

Animal Protection and Laboratory Animal Science

Federal Institute for Risk Assessment (BfR)

Diedersdorfer Weg 1
12277 Berlin
Germany

Lars Lewejohann (*1970 in Münster) studierte Biologie und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und fertigte 1999 seine Diplomarbeit "Was will die Maus? - Präferenztests zur Beurteilung unterschiedlicher Haltungsbedingungen von Labormäusen" an. In der Diplomarbeit werden Haltungsbedingungen aus der Sicht der Tiere beurteilt. Wenn Mäuse die Wahl haben, bevorzugen sie eine angereicherte Haltungsumgebung und arbeiten sogar für den Zugang zu Enrichment.

Für seine Dissertation "Behavioral Phenotyping of Mice: Methods, Evaluation, and Appliance" untersuchte Lars BC1-Knockout Mäuse mit einer Reihe verschiedener Verhaltenstests. Obwohl BC1 RNA kein Protein kodiert, deuten die Ergebnisse der in verschiedenen Laboren mit verschiedenen Linien durchgeführten Experimente darauf hin, dass sich das Fehlen von BC1 RNA auf das Explorationsverhalten auswirkt.
Lars hat ein Programm für die automatisierte Datenerfassung mittels digitaler Bildbearbeitung in Kurztests programmiert (eine detailierte Beschreibung des Programms findet sich unter "Digital Image Processing in Behavioral Sciences"). Auf seiner Homepage (www.phenotyping.com) finden sich weitere (nicht nur für Verhaltensbiologen) interessante Programme. Ab 2004 arbeite Lars als wissenschaftlicher Mitarbeiter hier in der Abteilung. Von 2006 bis April 2010 war Lars zusätzlich Geschäftsführer des Otto Creutzfeldt Center for Cognitive and Behavioral Neuroscience (OCC). Das OCC ist eine fakultätsübergreifende Einrichtung, die der Fokussierung der neurowissenschaftlich ausgerichteten Forschungspotentiale in den Fachgebieten der Medizin, der Psycholgie und der Verhaltensbiologie dient. Von Mai 2013 bis März 2016 hat Lars Lewejohann eine Vertretungsprofessur an der Universität Osnabrück übernommen und dort den Lehrstuhl für Verhaltensbiologie geleitet. Von September 2016 bis März 2017 vertrat er den Lehrstuhl für Soziobiologie/Anthropologie an der Universität Göttingen. Seit April 2017 hat Lars Lewejohann eine Professur für Tierschutz an der Freien Universität Berlin und leitet die Fachgruppe "Tierschutz und Versuchstierkunde" am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin.
Inseiner aktuellen Forschung wird die Entstehung individueller Unterschiede, und das Zusammenspiel von Kognition und Emotion untersucht. Ziel ist die Verbesserung der Haltungs- und Versuchsbedingungen unter Berücksichtigung der Perspektive der Versuchstiere.

 

Wissenschaftliche Gesellschaften

Association for the Study of Animal Behaviour (ASAB)
Deutsche Zoologische Gesellschaft e.V.
Ethologische Gesellschaft e.V.
The International Behavioural and Neural Genetics Society (IBNGS)
Universities Federation for Animal Welfare (UFAW)

Associate Editor
Behaviour

 

Veröffentlichungen (siehe auch  Eintrag bei Google scholar)

  • Kritzler, M; Lewejohann, L; Krüger, A (2007): Analysing Movement and Behavioural Patterns of Laboratory Mice in a Semi Natural Environment Based on Data collected via RFID-Technology. In: Gottfried, B (ed.): Workshop on Behaviour Monitoring and Interpretation. Osnabrück.

  • Böckels, C; Lewejohann, L; Sachser, N (2002): Applying elo-rating to assess dominance hierarchiy in male mice. Zoology 105, Supplement V (DZG 95.1): 3.

  • Lewejohann, L; Prior, H; Brosius, J; Sachser, N; Skryabin, BV (2002): Behavioural phenotyping of mice lacking BC1, a non-protein coding gene. Zoology 105, Supplement V (DZG 95.1): 3.

  • Lewejohann, L (2001): Was für ein Haus will die Maus? Rodentia 1: 73-75.

  • Lewejohann, L; Edich, I; Sachser, N (2001): Rhythm of activity in closely related inbred strains of mice. Contributions to the XXVII International Ethological Conference, Tübingen, Advances in Ethology 36. Supplements to Ethology: 204.

  • Lewejohann, L; Edich, I; Sachser, N (2001): Circadian rhythm of three closely related inbred strains of mice differing in aggressive behaviour. Zoology 104, Supplement IV (DZG 94.1): 7.

  • Lewejohann, L; Sachser, N (2000): Evaluation of different housing conditions for male laboratory mice. Zoology 103, Supplement III (DZG 93.1): 31.

  • Lewejohann, L; Sachser, N (2000): Präferenztests zur Beurteilung unterschiedlicher Haltungsbedingungen von männlichen Labormäusen. In: Aktuelle Arbeiten zur artgemäßen Tierhaltung 1999. KTBL Schrift 391. Darmstadt: 170-177.

  • Lewejohann, L; Wistuba, J (1999): Mimicry, disappearing acts and imposters. Reptilia (GB) 8: 70-75.

  • Lewejohann, L; Wistuba, J (1997): Guck mal wer da rasselt - 'Geräuschmimikry' bei Schlangen. Reptilia 6: 28-29.

  • Lewejohann, L; Wistuba, J (1997): Mimikry - Tarnkappen und Hochstapler. Reptilia 6: 16-21.

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